From Awareness into Action: Workshop stärkt Handlungsfähigkeit für gelebte Diversität
Wie beeinflussen unbewusste Vorurteile und gesellschaftliche Normen unsere Zusammenarbeit? Der Workshop vermittelte Wissen und praktische Impulse für mehr Chancengerechtigkeit im Universitätskontext
Der Begriff „Diversität“ wird häufig, gerade auch im akademischen Umfeld, als Buzzword genutzt. Dahinter verbirgt sich ein abstraktes Konzept, das nicht immer leicht zu fassen ist. Unsichtbare Normen, unbewusste Vorurteile und Machtstrukturen prägen Interaktionen und beeinflussen, wer sich einbringt, wer sich zugehörig fühlt und wessen Perspektiven Gehör finden. Der Workshop „From Awareness into Action: A Practical Guide to Diversity” lud die Teilnehmenden dazu ein, die komplexen Dimensionen der Diversität anhand praktischer Beispiele zu erkunden.
Organisiert wurde die Veranstaltung für alle Fakultätsmitglieder Anfang Oktober gemeinsam vom Diversity Team und Equal Opportunities Team der Fakultät. Unter Leitung von Alejandra Nieves Camacho, Antidiskriminierungs- und Diversitätsbeauftragte der Universität der Künste Berlin und Dr. Carolin Loysa, Gleichstellungsbeauftragte am Institute for Latin American Studies und Diversitätsbeauftragte der Freien Universität Berlin wurden Fragen, Erfahrungen und Herausforderungen aus dem eigenen Umfeld diskutiert und das Verständnis von Vielfalt und Diskriminierung vertieft. Die Referentinnen brachten dabei ihre Expertise aus dem Bereich Antidiskriminierungsarbeit und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Geschlechtergerechtigkeit, Migration und gesellschaftlichen Machtstrukturen ein.
Ganz im Sinne des Workshoptitels ging es jedoch nicht nur darum, Bewusstsein zu schaffen, sondern auch konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Gemeinsam beschäftigten sich die Teilnehmenden damit, wie sie zu einem Hochschulumfeld beitragen können, in dem unterschiedliche Perspektiven gehört, Barrieren abgebaut und Teilhabe gestärkt werden.
„Der Workshop war eine großartige Gelegenheit, gemeinsam mit den verschiedenen Statusgruppen der Fakultät über die Zusammenhänge von Diversität, Machtstrukturen und Teilhabe an Universitäten zu lernen und daraufhin unsere eigene Position zu reflektieren. Besonders den Austausch in Kleingruppen sowie im Plenum habe ich als bereichernd empfunden und ich bin überzeugt, dass wir alle viel für unseren Arbeitsalltag und darüber hinaus mitnehmen konnten“, resümiert Anja Brüll, Diversitätsbeauftragte der Fakultät. Ein Zitat von Vernā Myers sei ihr dabei besonders im Kopf geblieben: “Diversity is being invited to the party: Inclusion is being asked to dance.”