Virtuelle Mobilität und UNIC

Zusätzlich zur klassischen physischen Mobilität, also einem Auslandsaufenthalt im Rahmen des Studiums, gibt es auch immer mehr Möglichkeiten über eine virtuelle Mobilität interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. An der RUB gibt es dazu vor allem über das Universitätsnetzwerk UNIC ein großes Angebot. Außerdem werden hierüber auch sogenannte Blended Intensive Programs (BIPs) angeboten – eine Kombination aus virtueller und physischer Mobilität.

UNIC

UNIC, “The European University of Cities in Post-Industrial Transition” ist ein Konsortium von zehn europäischen Universitäten deren Städte sich aktuell aufgrund vergleichbarer historischer Entwicklung ähnlichen Herausforderungen gegenübersehen. Die Universitäten haben sich zusammengeschlossen um neue Modelle des Lernens, Arbeitens und Forschens zu entwickeln, die die Zukunft höherer Bildung formen sollen.


Für Studierende ergeben sich daraus vor allem neue Möglichkeiten Auslandserfahrung zu sammeln. Zum einen entstehen über das UNIC Programm weitere Erasmus-Kooperationen (an unserer Fakultät z.B. mit der University of Łódź in Polen). Zum anderen werden neue Formen der Mobilität entwickelt, wie z.B. die virtuelle Mobilität und Blended Intensive Programs (siehe unten).


Die zehn Universitäten des Konsortiums sind die Erasmus University Rotterdam (Nierderlande), die Koç University (Türkei), die Ruhr-Universität Bochum (Deutschland), das University College Cork (Irland), die University of Deusto (Spanien), die University of Liège (Belgien), die University of Oulu (Finnland), die University of Zagreb (Kroatien), die Malmö University (Schweden) und die University of Łódź (Polen).

Virtuelle Mobilität

Ein Auslandssemester oder ein Praktikum im Ausland sind einzigartige Erfahrungen, die nicht eins zu eins durch eine virtuelle Mobilität ersetzt werden können. Je nach persönlichen Interessen und Voraussetzungen kann eine physische Mobilität allerdings eine große Herausforderung sein, die nicht alle Studierenden annehmen möchten oder können, sei es aufgrund finanzieller Umstände oder auch der familiären oder persönlichen Lebenssituation. Um auch Studierenden, die nicht an einer physischen Mobilität teilnehmen können, die Möglichkeit zu geben Kurse an einer Universität im Ausland zu absolvieren, wurde die virtuelle Mobilität ins Leben gerufen. Dabei kannst du virtuell an Kursen einer Partner-Uni teilnehmen und so sowohl ein anderes Unisystem als auch internationale Studierende kennenlernen und interkulturelle Erfahrungen sammeln.


An der RUB wird virtuelle Mobilität vor allem über UNIC möglich gemacht. Eine Übersicht über die angebotenen Kurse findest du auf der Kurs-Webseite von UNIC. Bitte wende dich frühzeitig an uns, wenn du Interesse hast an einem oder mehreren dieser Kurse teilzunehmen, da wir vorab prüfen müssen, wie diese bei uns im Studium integriert werden können, ähnlich wie beim Erasmus-Programm mit physischer Mobilität. 

Blended Intensive Programs (BIPs)

Hinter den BIPs im Rahmen von UNIC verbirgt sich eine Kombination aus physischer und virtueller Mobilität. Üblicherweise wird hier eine virtuelle Mobilität über einen längeren Zeitraum (z.B. ein Semester) durch eine Start- oder Endveranstaltung an einer der UNIC-Universitäten ergänzt. Bei der Start- oder Endveranstaltung kann es sich z.B. um eine Summer School oder einen mehrtägigen Workshop handeln, diese sind also in der Regel als Kurzzeitmobilitäten zu verstehen und können entsprechend auch durch eine Erasmus-Kurzzeitmobilität gefördert werden (siehe Praktika und Kurzzeitmobilität).