Internationale Research School von MPI-SP und RUB geht an den Start

Mit der International Max Planck Research School (IMPRS) for Privacy Enhancing Technologies for the Digital Society schaffen das MPI und die Fakultät für Informatik gemeinsam ein strukturiertes Forschungsumfeld für internationalen Wissenschaftsnachwuchs im Bereich Sicherheit und Privatsphäre.

Kristina Ahrens
10. Juni 2026

Die International Max Planck Research School (IMPRS) for Privacy Enhancing Technologies for the Digital Society richtet sich an exzellente Studierende aus aller Welt mit einem Forschungsinteresse im Bereich Sicherheit und Privatsphäre. Mit ihrer Gründung leisten das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre und die Fakultät für Informatik einen gemeinsamen Beitrag zur Förderung des internationalen wissenschaftlichen Nachwuchses in einem zukunftsrelevanten Forschungsfeld und stärken Bochum als führendes Zentrum für IT-Sicherheit weit über Deutschland hinaus.

Die IMPRS verfolgt einen holistischen Ansatz, der alle Ebenen der modernen digitalen Gesellschaft mitdenken will, um sich einer der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit zu widmen: Wie können wir uns in einer technologisierten Welt, in der wir von immer komplexeren digitalen Anwendungen abhängig sind und ständige Datenerfassung zum Alltag gehört, unsere Sicherheit und Privatsphäre effektiv schützen? Dabei wird die Forschung an der IMPRS nicht nur technische, sondern auch ethische Fragestellungen umfassen.

Die thematische Ausrichtung der Research School orientiert sich an fünf Forschungsschwerpunkten:

  1. Post-Quanten-Kryptografie für Technologien zur Verbesserung des Datenschutzes
  2. Sichere und datenschutzkonforme Systeminfrastruktur
  3. Verantwortungsbewusste datenschutzkonforme Systementwicklung
  4. Menschzentrierte Technologien zum Schutz der Privatsphäre
  5. Datenschutz in Anwendungen des maschinellen Lernens

Mit diesem ganzheitlichen Blick soll die Forschung an der IMPRS Grundlagen für eine Gesellschaft schaffen, in der Privatsphäre der Standard ist und nicht die Ausnahme.

Betreut werden die Doktorand*innen der International Research School von 14 führenden Wissenschaftler*innen von MPI und RUB, 7 davon hauptamtlich an der Fakultät für Informatik (Ghassan Karame, Eike Kiltz, Katharina Kohls, Karola Marky, Veelasha Moonsamy, Yuval Yarum und Bilal Zafar). So profitieren sie von der engen Kooperation zwischen den beiden Institutionen, ihrem vielfältigen Forschungsumfeld und internationalen Netzwerk.

Aktuell läuft die Bewerbungsphase für den ersten Jahrgang: Noch bis zum 30. Juni können sich Kandidat*innen mit einem passenden Forschungsinteresse online bewerben. Voraussetzung für die Annahme sind ein Abschluss in einem relevanten Studienfach (Informatik, IT-Sicherheit oder andere Fächer mit Bezug zu Security & Privacy) mit ausgezeichneten akademischen Leistungen sowie gute Englischkenntnisse.

Weitere Informationen zur IMPRS und zum Bewerbungsprozess gibt es hier.